Ja, ihr Männer - ich schätze euch sehr. Ihr seid stark und schön.

Nur leider steht ihr euch gelegentlich ein wenig auf den Füßen, wenn ihr wieder Helden seid, statt Partner.

 

Als wir noch zusammen in der Höhle gelebt haben, da war es wirklich cool, dass ihr verwundet vom Säbelzahntiger eure eigenen Zähne zusammengebissen habt und weitergekämpf, das Rudel beschützt und gerettet habt. Trotz blutendem Arm und Krallenspuren im Gesicht. Und auch heute ist es echt super, wenn IHR dem Vermieter (oder dem Mieter, je nachdem) die Meinung geigt, oder das Hotelzimmer bucht oder 1000 km Auto fahrt und wir hübsch gesittet im Hintergrund bleiben können (wenn wir wollen natürlich nur).

Gelegentlich - oder ziemlich oft heutzutage - ist Heldenhaftigkeit auf anderer Ebene gefragt. Ihr wart nämlich auch mal kleine Jungs und hattet manchmal auch eine Mutti oder einen Papa, die euch nicht so gesehen haben, wie ihr es brauchtet. Euer Knie war kaputt oder ihr wart nicht so schlau wie ihr solltet oder wolltet lieber spielen oder sogar kuscheln statt stark und schon "ein Mann" zu sein. Vielleicht fing es schon als Baby an, Tür zu - schreien lassen - das Kind muss lernen, alleine zu schlafen - !!! Oft habt ihr euch dann deren Sichtweise zu eigen gemacht - ein Junge weint nicht, das gibts immer noch bzw. dauert es und dauert, bis es vielleicht mal ausstirbt... aber vorher wollt ihr doch noch ein bisschen fröhlich sein?

Die Männerarbeit mit Männern in Gruppen überlasse ich Männern. Ich arbeite aber gerne mit Männern einzeln, schaue mit ihnen nach ihren Bedürfnissen und Wünschen, und wo es hängt. Spüre dem kleinen Jungen in dir nach, seinen Geschenken für dich heute, seine Lebendigkeit, die Freude, die er ausstrahlt, die Power, die er hat, wenn er so sein kann wie er ist, gesehen wird, was er tut und geliebt wird, für das, was er heute ist - ein lebendiger, liebender, starker Mann.